Zwei Beize-Teschter

Das Stück

Im Januar spielten wir eine Tragikomödie, frei nach Josef Hader & Alfred Dorfer "INDIEN", in einer eigens entwickelten Fassung.

ZWEI BEIZE-TESCHTER. Eine Schweizer Dialektfassung mit Songs in Berner Mundart.

Bühne Alfi Marti

Kostüme Simone Leimgruber

Regie Jörg Jermann

Katja Zurbuchen als Beizensängerin, Annette Dick als Wirtin, Kurt Wegmüller und Peter Wyss als Beizenhocker und  -tester.

Zwei Männer müssen als Beizenprüfer zusammenarbeiten. Sie lehnen sich zunächst ab und die Wirtin stellt sie in den Senkel. Die Beizensängerin und die Stimmung in der Gaststube haben etwas Magisches. Die beiden beginnen, auf witzige und bissige Art sich auszutauschen, zu trinken, sich kennen zu lernen, einer wird krank, die Heimat der Beiz wird noch wichtiger.


Inhalt

Textprobe

Schluss des Stücks, Fellner am Sterben.

FELLNER: Weisch was i no gärn gmacht hät? I wär gärn uff Indie gange. Stille.I wär au gern mit em Hund go spaziere. Weil ich glaub, dass me vomne Hund viel lehre ka. Zum Bischpil, dass me sich traut, auf dGass z brunze.

Fellner krümmt sich in einem plötzlichen Schmerzanfall.

BÖSEL: Kurtl! Kumm! Du dörfsch nit ufgäh! – Söll dr a Witz verzelle: E Bekannte vo mir, dä isch in Indie gsi. Schön isschs dört!

FELLNER: stöhnend Ja? 

BÖSEL: Dä Bekannt vo mir,däm ischs ganz schlächt gange im Spital, denn ischer zNacht eifach e bitz go spaziere ums Spital umme. - Dört het ihn denn dr Krankewage mit Blauliecht ruckwärts überfahre. Und den ischer wirklich uff Indie! 

Beide lachen, Fellner bekommt neuerlich einen Schmerzanfall und wird bewusstlos. Bösel streicht ihm über den Kopf.

WIRTIN: steht hinter Bösel, legt ihm die Hand auf die Schulter. Herr Bösel.

BÖSEL: Kurtl! Goht scho no, he? Goht scho no .... bitte! Kurti! Weisch, es git so viel Sache, wo me glaubt... und denn kunnt me druff, dass das, wos wirklich druff aakunnt, öbbis ganz anders isch. Wirklich wichtig isch ... 

Bösel legt das Plastik-Keyboard in Fellners Arm. Irgendwann merkt er, dass Fellner tot ist. Die Wirtin kommt herein, deckt Fellner mit einer Decke etwas zu. Bösel steht auf und für einen Moment unentschlossen da. Dann nimmt er die Erdbeeren und legt sie Fellner auf die Brust. Er drückt Fellner eine Erdbeere in die Hand. Gedankenverloren beginnt er Erdbeeren zu essen.

MUSIKERIN:Eicher: Campari soda. Alle singen mit, auch Fellner.


Personen

Bühne Alfi Marti, Kostüme Simone Leimgruber, Grafik Theo Furrer, Regie Jörg Jermann. Mit Katja Zurbuchen als Beizensängerin, Annette Dick als Wirtin, Kurt Wegmüller und Peter Wyss als Beizenhocker und  -tester.


Rezensionen

Bumann kann einpacken. Die neuen Beizentester heissen Bösel und Fellner.“

Basellandschaftliche Zeitung

 

„Neben den herrlichen Dialogen und dem bissigen Witz gibt es auch melancholische, überaus berührende Töne und vor allem sehr viel lebensbejahende Heiterkeit.“

BaselLive